Razzia in Moscheen

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Stuttgart - Bei einer deutschlandweiten Razzia hat die Polizei Moscheen, Gebetsräume, Verlagshäuser aber auch Privatwohnungen von islamistischen Predigern durchsucht.

Die Beamten stellten Datenträger, Computer und verbotene Bücher sicher. Bei den Büchern, in denen zur Gewalt gegen Frauen aufgerufen wird, handelt es sich um die deutsche Übersetzung eines in Saudi-Arabien erschienenen Werkes mit dem Titel “Frauen im Schutz des Islam“. Beschreibungen im Kapitel “Schlagen der Frau“ werden von der Bundesprüfstelle als Diskriminierung sowie als Anreiz zur Gewalttätigkeit eingestuft, sagte ein Polizeisprecher in Stuttgart.

Von der Razzia betroffen waren insgesamt 30 Orte in Baden- Württemberg, Bayern, Berlin, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein- Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen. Die Bücher waren in Stuttgart erstmals bei einem Vortrag des islamischen Predigers Pierre Vogel (Abu Hamza) im Juni 2009 aufgetaucht. Der 31-jährige ehemalige Profiboxer Vogel ist zum Islam konvertiert und predigt vor allem vor jüngeren Leuten, die er ebenfalls zum Übertritt auffordert. Die beiden anderen Prediger heißen Sven Lau (Abu Adam) und Muhammed Ciftci (Abu Anas) von der Islamschule in Braunschweig.

Der Verfassungsschutz hat das “Islamische Bildungs- und Kulturzentrum Braunschweig e.V.“ seit Jahren im Visier. Es gilt als ein wichtigsten Knotenpunkt der Islamistenszene in Deutschland. Das in Riad (Saudi-Arabien) herausgegebene Buch war von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien am 30. Januar 2009 indiziert worden. In einem Kapitel wird genau beschrieben, wie man eine “ungehorsame Frau“ behandeln soll: Schlagen, ohne Spuren zu hinterlassen.

dpa

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