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So funktioniert die Kinderimpfstraße in Salzburg

Die ersten Kinder sind geimpft: „Einen Mückenstich spürt man mehr“

infühlsam bereitete die pensionierte Kinderärztin die kleine Katharina auf den Stich vor, „einen Mückenstich spürst du mehr“. 
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infühlsam bereitete die pensionierte Kinderärztin die kleine Katharina auf den Stich vor, „einen Mückenstich spürst du mehr“. 

Katharina ist sechs Jahre alt und bekam am Montag (29. November) die erste Impfung, zumindest die erste, die sie bewusst wahrgenommen hat. „Ein Mückenstich tut mehr weh, du wirst nichts spüren“, verspricht die pensionierte Kinderärztin aus Bad Ischl, die einfühlsam die Kinder auf den Stich vorbereitet. Dann verlässt Katharina doch kurzzeitig der Mut, Mamas Hand bietet dann aber die letzte Sicherheit.

Salzburg - „Mein Mann und ich haben lange überlegt, es war keine leichte Entscheidung, mit den beiden Kindern zum Impfen zu gehen“, so die Mutter, Birgit Berg. „Aber ein langwieriger Corona-Fall bei einer zehnjährigen Cousine habe schließlich den Ausschlag gegeben“, so die Mutter. Außerdem seien mit der Impfung ihre beiden Kinder auch in der Schule sicher, der 10-jährige Ben sei wegen zahlreicher Infektionsfälle in der Klasse ohnehin schon wieder im Distance-Learning.

Beide Kinder erhalten ein Biontech/Pfizer Vaccine, allerdings nur ein Drittel der üblichen Dosis, so ist es vom Nationalen Impfgremium unmittelbar nach der Freigabe der Kinderimpfung durch die EMA am Donnerstag empfohlen worden. Die Mutter und der begleitende Opa nutzen die Impfmöglichkeit auch gleich, für den 3. Stich, sie bekamen die übliche Erwachsenendosis. 

Auch Mütter und begleitende Großväter nutzten die Impfgelegenheit, Katharina und Ben beobachteten nach der eigenen Impfung wie der Picks bei der Mutter aussieht. 

Kinderimpfungen alle  freiwillig

Babys und Kinder erhalten in Österreich zahlreiche Impfungen, „gegen Diphterie, Keuchhusten, sowie Hepatitis A und B, alles freiwillig“, so Dr. Jutta Sigmund, eine pensionierte Kinderärztin aus Bad Ischl, die vom Roten Kreuz für die Kinderimpfaktion zurückgeholt wurde. Bei den üblichen Kinderschutzimpfungen würden über 80 Prozent aller Eltern mitmachen. Bei den Corona-Kinderimpfungen hätten die Eltern bis jetzt keine weitreichenden Fragen gehabt, „alle die zu uns kommen wissen sehr gut Bescheid“. Nach dem Stich erwartet Eltern und Kinder eine Aufführung der Marionetten im großen Saal, allerdings scheinen nach der Impfung die Puppen weniger interessant zu sein als das Betrachten der Einstichstelle und die Frage „warum sieht man da nichts?“

Kinderimpfstrasse oder Kinderarzt

Vom erfolgreichen, ersten Tag im Marionettentheater überzeugte sich auch Gesundheitslandesrat Christian Stöckl, „ich bedanke mich bei  allen Beteiligten, die in kurzer Zeit einen Rahmen geschaffen haben, damit Kinder in einem angenehmen Ambiente geimpft werden können“. Das Theater selbst wollte ursprünglich für Erwachsene eine spezielle Impfaktion anbieten, wurde dann aber vom Land für das Kinderimpfen ausgewählt.

Das 15-minütige Warten danach sollte kindgerecht mit einem Puppentheater versüßt werden, doch die Kinder waren eher noch mit der Impfung und der Suche nach der Einstichstelle beschäftigt.

Kinder ab dem 5. Lebensjahr können von ihren Eltern Online angemeldet werden und erhalten dann, wie bei der Erwachsenen-Impfung, einen Termin zugewiesen, sodass es zu keinen langen Wartezeiten gibt wie zum Beispiel bei den Impfbussen mit offenen Terminen. 

Über 50.000 Impfungen in einer Woche

Unterdessen meldet das Land einen Rekordwert bei Corona-Impfungen, mehr als 52.000 ließen sich vergangene Woche in Stadt und Land impfen. „Das sind rund 10.000 Impfungen mehr als in der bisherigen Rekordwoche und fast zehn Prozent der Gesamtbevölkerung“, so ein Sprecher des Landes, die meisten davon Auffrischungsimpfungen, nur knapp 5000 waren zum ersten Mal zum Impfen angetreten. Das Land Salzburg will eine Durchimpfungsrate von 80 bis 85 Prozent erreichen und möglichst vielen Bürgern, die in Salzburg wohnen, eine Auffrischung des Schutzes anbieten

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hud

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