+++ Eilmeldung +++

Mehrere Standorte betroffen

Verdacht des Abgasbetrugs: Ermittler durchsuchen Daimler 

Verdacht des Abgasbetrugs: Ermittler durchsuchen Daimler 

Experte: Schulen gegen Amokläufe nicht geschützt

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Bereits nach dem Amoklauf in der Albertville Realschule in Winnenden debattierte die Gesellschaft über die Sicherheit an Schulen.

Waiblingen/Ansbach - Mit Sprechanlagen, Amokalarmsignalen und besseren Tür-Sicherungen könnten sich Schulen gegen Amokläufer schützen. Doch viele sind laut des Waiblinger Oberbürgermeisters Andreas Hesky nicht genug gesichert.

Lesen Sie auch

Brandanschlag: Abiturient verletzt zehn Menschen

Doch viele Schulen sind nach Ansicht des Waiblinger Oberbürgermeisters Andreas Hesky noch nicht ausreichend gesichert. “Es muss etwas passieren, auch wenn es viel Geld kostet“, sagte der Vertreter des Städtetags im baden- württembergischen “Expertenkreis Amok“ in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. In den Orten Winnenden und Waiblingen in Baden-Württemberg hatte ein Schul-Amokläufer im März 15 Menschen getötet.

Alarmsignale und Sprechanlagen habe es früher an einigen Schulen gegeben, sagte Hesky. “Sie wurden aber abgebaut aus Kostengründen. Die Übermittlung lief über ein Radiosignal, und deswegen mussten Rundfunkgebühren bezahlt werden.“ Als Maßnahmen zur Verhinderung von Amokläufen nannte Hesky auch Türspione und Türknäufe: “Wer später kommt, muss klopfen.“

Der Einbau schusssicherer Türen sei möglicherweise nicht für jede Schule der richtige Weg, da dies dem Klima einer Schule schaden könnte. “Die Schulen müssen über solche Maßnahmen aber in eine Diskussion treten, ohne dass die Schule als Festung ausgebaut wird, sondern weiter als Lebens- und Wohlfühlraum wahrgenommen wird.“

Sechs Monate nach dem Amoklauf von Winnenden zeigte sich Hesky sicher, dass die Experten-Kommission mehr als nur Absichtserklärungen erreichen wird. Die Gesellschaft komme nicht umhin zu erkennen, “dass wir professionelle Hilfe brauchen und suchen müssen. Konkret heißt das, dass die Schulsozialarbeit intensiviert, mehr Fortbildungen gemacht und mehr Schulpsychologen in Anspruch genommen werden müssen.“

Der 17-jährige Tim K. hatte am 11. März an seiner früheren Schule in Winnenden acht Schülerinnen, einen Schüler und drei Lehrerinnen erschossen. Auf seiner Flucht tötete er drei Menschen und sich selbst. Der “Expertenkreis Amok“ will seine Empfehlungen in wenigen Wochen fertigstellen.

dpa

Zurück zur Übersicht: Welt-News

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser