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Mordalarm nach Ehestreit gleich hinter der Grenze in Tirol

Obduktion abgeschlossen: Frau (†68) erdrosselt und sich selbst erhängt – Mann (†70) verlor die Kontrolle

Mord Tirol Unterland Symbolbild
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Mordalarm im Tiroler Unterland: Ein 70-Jähriger soll seine Ehefrau getötet und sich anschließend selbst umgebracht haben.

Schwendt – Es waren schreckliche Szenen, die sich am Sonntagmittag (24. April) im beschaulichen Örtchen Schwendt in Tirol (Bezirk Kitzbühel), gelegen auf halber Strecke zwischen Kössen und St. Johann (Tirol), abgespielt haben müssen. Am Ende waren zwei Menschen tot – und es ermittelt die Mordkommission.

Update, 16.11 Uhr - Polizei spricht nach Obduktion

Wie die Landespolizeidirektion Tirol am Montagnachmittag mitteilt, seien die bisherigen Annahmen zum Tatgeschehen durch die durchgeführten Obduktionen bestätigt worden. „Die 68-jährige Frau wurde mit einem Strangwerkzeug erdrosselt, der 70-Jährige verübte einen Suizid durch Erhängen“, heißt es von Seiten der Polizei.

Aufgrund der bisherigen Ermittlungsergebnisse sei gesichert, dass der 70-Jährige für den Tod der 68-Jährigen verantwortlich ist. Die Ermittlungen zu den Hintergründen und zum Motiv laufen derzeit noch. Die Beamten sind sich aber sicher, dass ein Streit zwischen den Eheleuten eskaliert war. „Die Ursache für den Streit liegt im höchstpersönlichen Lebensbereich der beiden Verstorbenen“, so die Polizei weiter.

Eine Schusswaffe (manipulierte Langwaffe), welche bei dem 70-Jährigen unter einem Holzstapel aufgefunden wurde, ist ebenfalls noch Gegenstand von Ermittlungen. Derzeit geht die Polizei aber davon aus, dass diese Waffe dem 70-Jährigen zugeordnet werden kann. „Diese Waffe spielte beim Tatgeschehen keine Rolle“, schließt die Polizei ab.

Vorbericht:

Zunächst war die Polizei gegen 13 Uhr über die Leitstelle Tirol über ein mögliches Tötungsdelikt in Kenntnis gesetzt worden. Die Beamten rückten sofort mit einem Großaufgebot aus und fanden dann vor Ort in einem Einfamilienhaus die Leiche einer 68-jährigen Frau. Diese war „offenkundig durch Fremdverschulden zu Tode“ gekommen, wie die Polizei anschließend mitteilte. Durch erste Ermittlungen am Tatort fiel der Verdacht schnell auf den 70-jährigen Ehemann der Getöteten, der kurz nach der Tat geflüchtet war. Die Beamten leiteten daraufhin sofort eine großanlegte Alarmfahndung im Tiroler Unterland sowie im Grenzgebiet zur OVB24-Region und zum Bundesland Salzburg ein.

Die Suche führte rasch zum Erfolg – erbrachte jedoch ein trauriges Ergebnis: Der 70-Jährige wurde von Einsatzkräften in einem Waldstück nahe einer Bundesstraße, noch im Bezirk Kitzbühel gelegen, ebenfalls tot aufgefunden. Er hatte nach Angaben der zuständigen Landespolizeidirektion Tirol höchstwahrscheinlich Suizid verübt. Zur genauen Örtlichkeit des Auffindeortes machte die Polizei keine Angaben.

Streit eskaliert – Ehefrau erwürgt?

Viele Details zu dem schrecklichen Fall sind derzeit noch völlig unbekannt. Vermutet wird, dass ein Streit des Ehepaares eskaliert war. Anschließend hat der Ehemann seine Frau „durch einen Angriff auf den Hals“ getötet, wie die Polizei inzwischen bestätigt hat. Nähere Angaben machten die Ermittler bislang jedoch nicht. Messer oder Schusswaffen seien nach aktuellem Stand jedoch nicht verwendet worden, hieß es weiter.

Die Ermittlungen werden vom Landeskriminalamt Tirol geführt und laufen weiterhin auf Hochtouren. Am Tatort sowie am Auffindeort des Mannes wurden umfangreich Spuren gesichert. Die zuständige Staatsanwaltschaft hat eine Obduktion der beiden Leichen angeordnet. Diese soll wohl am Montag (25. April) in der Rechtsmedizin in Innsbruck durchgeführt werden. Auch davon erhoffen sich die Ermittler weitere Erkenntnisse zu den schrecklichen Vorgängen.

mw/mh

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