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Taliban nehmen 20 Kinder als Geiseln

Islamabad - Taliban-Kämpfer haben in Afghanistan nach Behördenangaben rund 20 pakistanische Kinder eines regierungstreuen Stammes verschleppt.

Die Kinder aus dem Stammesgebiet Bajaur hätten während der Feierlichkeiten zum Ende des Fastenmonats Ramadan ein Erholungsgebiet besucht, das an der afghanischen Grenze liege, sagte der Behördenchef des Distrikts Bajaur, Islam Zaif Khan, am Freitag. Sie hätten dabei am Donnerstag versehentlich die Grenze zu der afghanischen Provinz Kunar überschritten. “Terroristen auf der anderen Seite der Grenze nahmen die Kinder als Geiseln.“

Nach Khans Angaben hatten die Aufständischen zunächst etwa 30 Kinder verschleppt, die dem Mamoond-Stamm angehören. Der Stamm kämpft mit einer eigenen Miliz an der Seite der Regierungstruppen gegen die Taliban. Zehn Kinder im Alter unter zehn Jahren seien noch am Donnerstag wieder freigelassen worden, sagte Khan. Stammesangehörige hätten eine Ratsversammlung einberufen, um über Wege zu beraten, wie auch die anderen Kinder zurückgebracht werden könnten.

Das sind die Taliban

Das sind die Taliban

Der Begriff Taliban (“Koranschüler“) hat sich als Bezeichnung für die islamistischen Aufständischen in Afghanistan eingebürgert. © dpa
Die “Gotteskrieger“ kämpfen für einen Abzug der ausländischen Soldaten und den Sturz der Regierung Karsai. © AP
Sie wollen wieder ihr Islamisches Emirat Afghanistan errichten. © AP
Bis 2001 hatten sie die Macht über das Land am Hindukusch. © AP
Maßstab aller Ordnung ist für die Taliban eine besonders strenge Auslegung der Scharia, des islamischen Rechts. Foto: Afghanische Frau in einem Burka-Schleier. © dpa
Gegründet wurde die Bewegung von Absolventen pakistanischer und afghanischer Koranschulen. © AP
Die Taliban sind Sunniten, wie die Mitglieder aller derzeit international operierender islamistischer Terrorgruppen. © AP
Die Taliban konnten sich unter ihrem Anführer Mullah Omar nach dem Sturz ihres Regimes wieder zu einer schlagkräftigen Guerillatruppe formieren. © AP
Trotz mehr als 100 000 ausländischer Soldaten im Land sind sie seit einigen Monaten stark wie nie zuvor. © AP
Schätzungen über die Zahl ihrer Kämpfer reichen bis zu mehreren zehntausend. © AP
Anschläge und Angriffe werden oft vom benachbarten Pakistan aus gesteuert. © AP
Dabei nehmen die Taliban keine Rücksicht auf Unbeteiligte und sind für die meisten zivilen Opfer in dem Konflikt verantwortlich. © AP

Der Behördenchef machte keine Angaben dazu, ob es sich bei den Entführern um pakistanische oder afghanische Taliban handele. Der Sender Express Television berichtete, der pakistanische Innenminister Rehman Malik habe die afghanische Regierung gebeten, Schritte für die Freilassung der Kinder zu unternehmen.

Vor Operationen der pakistanischen Sicherheitskräfte sind Hunderte Aufständische unter anderem aus Bajaur über die Grenze nach Afghanistan geflohen. Von dort aus haben sie mehrfach pakistanische Stellungen und regierungstreue Stammesangehörige angegriffen. In der vergangenen Woche attackierten Taliban-Kämpfer aus der afghanischen Provinz Nuristan heraus mehrere pakistanische Grenzposten, 36 Soldaten und Polizisten wurden getötet.

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