Blockabfertigung mit Brüssel abgesprochen

Weitere Maßnahmen geplant: Tirol will gegen Lkw-Verkehr vorgehen

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Tirol - Die Landesregierung will mit weiteren Maßnahmen den Verkehr auf ihren Straßen verbessern. Dazu soll der Güter-Transitverkehr erschwert werden. Außerdem stehen weitere Straßensperrungen zur Diskussion.

Der Streit um die regionale Fahrverbote in Österreich geht in die nächste Runde. Nun will die Landesregierung Tirol gegen den Lkw-Transitverkehr vorgehen. Die Tiroler wollen das sektorale Lastwagen-Fahrverbot zwischen Langkampfen im Bezirk Kufstein und Ampass bei Innsbruck verschärfen. So soll laut Informationen des Bayerischen Rundfunks die Lister der Guter, die auf Tirols Landstraßen nicht mehr transportiert werden dürfen, um Papier und Zement erweitert werden. 

Tirols Landeshauptmann Günther Platter kündigte außerdem an, dass ab dem 1. Januar 2020 nur noch Lkw-Klassen der Euro 6 Klasse D, die neueste und schadstoffärmste, durch Tirol fahren dürfen. Ab Oktober dieses Jahres gilt für die Euro Klasse 4 und ab 1. Januar 2021 für die Euro 5 Klasse ein Fahrverbot.

Einheimische Lkw nicht betroffen

"Wir behalten unsere Position bei. Die Frächter und Verkehrsminister von Italien und Deutschland können noch so laut schreien, wir werden das durchsetzen", sagte Platter. Von den Lkw-Fahrverboten sind Einheimische nicht betroffen. 

Wie der BR weiter berichtet, will die Landesregierung eine Verschärfung des Nachtfahrverbots und an der Lkw-Blockabfertigung festhalten. Die Pläne wurde von Brüssel abgesegnet. Am Freitag, den 28. Juni, soll mitgeteilt werden, wie die geplanten Fahrverbote auf den Landstraßen in Kufstein und Reutte aussehen sollen.

Fahrverbote bis Mitte September

Am vergangenen Wochenende wurden zum ersten Mal einige Landstraßen für den Durchreiseverkehr gesperrt. Die Fahrverbote gelten am Wochenenden von Samstag 7 Uhr bis Sonntag 19 Uhr gelten. Diese Maßnahme gilt bis Mitte September. Dabei wurden mehr als 1.000 Autofahrer von der Polizei auf die Autobahn zurückgeschickt. Das deutsche Verkehrsministerium plant gegen die Sperrungen eine Klage einreichen. Außerdem plant Salzburg auf der Tauernautobahn A10 einzelne Autobahnabfahrten bei Bedarf zu sperren. Von guter Nachbarschaft ist kaum noch etwas zu erkennen. Das deutsch-österreichische Verhältnis ist speziell im Grenzgebiet zerrüttet. Die Gründe liegen in der fehlenden dritten Kontrollspur auf der A8, den Grenzkontrollen und der Verzögerung beim Brenner-Nordzulauf.

Quelle: rosenheim24.de

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