Tschechien: Riesen-Wirbel um Drogen-Kaktus

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Weil bestimmte Kakteensorten das halluzinogen wirkende Mescalin enthalten, will die tschechische Regierung festschreiben, wie viele solcher Pflanzen pro Person gehalten werden dürfen.

Prag - Stachelige Droge oder Gegenstand botanischer Leidenschaft? Ein berauschender Kaktus sorgt in Tschechien darzeit für Aufregung. Die Pflanze wird zum Fall für die Regierung.

Weil bestimmte Kakteensorten das halluzinogen wirkende Mescalin enthalten, will die tschechische Regierung festschreiben, wie viele solcher Pflanzen pro Person gehalten werden dürfen. Kakteenliebhaber des Landes fürchten nun, durch eine neue Drogenrichtlinie in eine kriminelle Ecke gedrängt zu werden. “Mit den vom Justizministerium vorgeschlagenen Tabellen würden Kakteenzüchter plötzlich kriminalisiert“, heißt es in einer Internet-Petition, die am Freitag von mehr als 400 Menschen unterzeichnet war. Man rufe die Regierung auf, “gesunden Menschenverstand“ walten zu lassen.

Der Verband der tschechisch-slowakischen Kakteenzüchter mit rund 2500 Mitgliedern unterstützt die Petition. Eine Sprecherin des Justizministeriums verwies auf die Möglichkeit, eine Genehmigung für “wissenschaftliche oder botanische Zucht“ der betroffenen Kakteensorten zu beantragen. Eine endgültige Entscheidung der Regierung steht noch aus.

dpa

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