Schwedens Monarchie verliert massiv Fans

Stockholm - Trotz “Traumhochzeit“ und freundlicher Behandlung mit sehr viel Platz in den Medien verliert Schwedens Königshaus massiv Unterstützung in der Bevölkerung. Der mutmaßliche Grund dafür:

Kurz vor der Trauung von Kronprinzessin Victoria mit ihrem Ex-Fitnesstrainer Daniel Westling sprachen sich bei einer Umfrage nur noch 46 Prozent der Befragten für die Monarchie aus. 1996 hatte die Zustimmung noch 70 Prozent und im letzten Jahr 49 Prozent betragen.

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Bei der am Freitag in der Zeitung “Dagens Nyheter“ veröffentlichten Umfrage des FSI-Instituts (mit 1800 Befragten) sprachen sich 25 Prozent gegen die Monarchie aus. Dieser Anteil hatte 1996 bei 10 Prozent und 2009 bei 22 Prozent gelegen. Damit ist der in Stockholm erwartete positive Trend vor der royalen Hochzeit am Samstag ausgeblieben.

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“Es könnte an einer gewissen Übersättigung liegen“, meinte der Demoskop Joachim Timander. Vor den Hochzeitsfeiern hatten unter anderem Reiseveranstalter von einem überraschend geringen Interesse an allerlei Arrangements für die Feiern in Stockholm berichtet. Die Bahngesellschaft SJ sagte Sonderzüge in die Hauptstadt mangels Kundschaft ab.

Die schwedische Polizei schraubte stufenweise ihre Erwartungen für die Zahl der Schaulustigen herunter: Erst war von mehr als einer Million, dann von einer halben Million und kurz vor dem Wochenende von “vielleicht 250 000“ die Rede.

Bei der Hochzeit von Victorias Eltern, König Carl XVI. Gustaf und Königin Silvia, vor genau 34 Jahren am 19. Juni 1976 hatten 180 000 Schaulustige die Straßen gesäumt.

dpa

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