Krebskranke Frau will sich am 1. November das Leben nehmen

Ihr Suizid-Entschluss berührt unsere User

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Dieses Foto zeigt Brittany Maynard in glücklicheren Zeiten als lebensfrohe, schöne Frau.
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Portland/Oregon - Eine hübsche junge Frau (29), die am 1. November ihr Leben beenden will: Unser Artikel am Freitag über Brittany Maynards Schicksal bewegte viele User.

Mit großer Anteilnahme reagierten unsere User auf das Schicksal von Brittany Maynard, die an einem unheilbaren Gehirntumor der bösartigsten Form (Glioblastom) leidet und deshalb am 1. November ihr Leben mit einem tödlichen Medikament beenden will. Im Beisein ihres Ehemanns Dan ("mein Held"), mit dem sie am 30. Oktober noch mal seinen Geburtstag feiern will.

User-Diskussion auf Facebook und auf den Portalen:

Vor allem viele unserer Userinnen zollten ihr auf Facebook Respekt, wie Sabrina P.: "Größten Respekt für diese Entscheidung!", Jessica A.: "Hut ab vor dieser starken Frau!" oder Angelika K.: "Da mag es einem eiskalt den Rücken runterlaufen. Die Frau hat einen unglaublichen Mut".

Nur wenige sahen den geplanten Suizid als aktive Sterbehilfe kritisch, wie Kathy G.: "Sein Geburtstag hat sich auch keiner aussuchen können, oder? Wieso dann den Todestag!"

Einige User schilderten auch persönliche Erfahrungen mit Gehirntumor-Erkrankungen in der Familie. So wie Jelena P. "Uns wurde damals nach der ersten OP gesagt, wenn mein Bruder ein Jahr noch lebt, ist es das Höchste. (...) Vor drei Jahren dann zwei Operationen innerhalb von zwei Tagen, der Druck im Kopf war viel zu groß. Aussage der Ärzte: Ein halbes Jahr noch zu leben. Und was ist: Er lebt heute noch, Gott sei dank. Zwar mit vielen Einschränkungen, die durch den Glioblastom verursacht werden, aber er lebt. Und das auch 18 Jahre nach der Diagnose. Wenn jemand so um sein Leben kämpft, dann darf man ihm die Hoffnung nicht nehmen."

Todkranker Bestseller-Autor wählte auch den Freitod

Ein anderer User verwies dagegen auf das Schicksal des bekannten deutschen Schriftstellers Wolfgang Herrndorf, der unter anderem den Beststeller "Tschick" (2010) veröffentlichte. Auch Herrndorf litt an einem Glioblastom und dokumentierte den Verlauf seiner Krankheit in einem Blog. Am 26. August 2013 erschoss sich der Autor im Alter von 48 Jahren am Ufer des Hohenzollernkanals in Berlin.

In den letzten Einträgen in seinem Blog berichtete der Autor berührend, wie seine Kräfte immer mehr schwanden: „Beim Aufstehen am Morgen drei oder vier Meter rückwärts durchs Zimmer getaumelt und mit Kopf und Nacken gegen die Tischkante geknallt“, schrieb er etwa am 15. Juli 2013.

Aufklärungskampagne in den USA

Genau davor hat Brittany Maynard Angst: Grausame Schmerzen im Endstadium der Krankheit, Persönlichkeitsveränderungen, verbale, motorische und kognitive Ausfälle. Darum zog sie in den US-Bundesstaat Oregon, in dem der "Death with Dignity Act" einen ärztlich assistierten Suizid als Sterbehilfe erlaubt. Neben Oregon ist das nur in den US-Bundesstaaten Washington, Vermont und Montana möglich - nicht aber in Kalifornien, wo sie vorher lebte. Nun will sie kurz vor ihrem Freitod für die Legalisierung von aktiver Sterbehilfe in allen US-Bundesstaaten werben. Deshalb wählte sie den Schritt an die Öffentlichkeit.

Sie könne ihre verbleibende Zeit erst jetzt richtig genießen, so Maynard, nämlich seit sie das tödliche Medikament habe. Dass nicht alle todkranken Amerikaner diese Freiheit auf ein selbstbestimmtes Sterben haben, finde sie unfair, sagte sie dem "People Magazine".

Hier erklärt Brittany Maynard ihre Entscheidung:

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mg/ro24

Quelle: rosenheim24.de

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