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„Variante unter Beobachtung“

Omikron-Untervariante BA.2 in Europa: Forscher überwachen neuen Typ - könnte noch ansteckender sein

Großbritannien kündigte die Überwachung einer Omikron-Untervariante an. Doch es gibt ein Problem, denn die Variante ist schwer nachweisbar.

London - „Seit Anfang Januar 2022 ist Omikron die dominierende Variante in Deutschland“, das meldet das RKI*. Gleichzeitig steigen die Infektionszahlen in Deutschland gerade deutlich. Am Samstag (22.1) wurden 135.461 Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz* kletterte auf ein Rekord-Hoch von 772,7. So hoch war der 7-Tage-Wert seit Beginn der Pandemie noch nie. Doch es scheint nicht nur Omikron zu geben. Neben der hochansteckenden Variante kursiert wohl auch eine Unterform. Diese will Großbritannien nun genauer beobachten. Was unterscheidet sie von Omikron selbst?

BA.2: Großbritannien überwacht Omikron-Untervariante - Sie könnte noch ansteckender sein

BA.2: so heißt die Untervariante von Omikron. Wie Allgemeinmediziner Dr. Christoph Specht im RTL-Interview erklärte, hat „BA.2 17 Mutationen, die sie von der bisherigen Omikron-Variante unterscheiden. Das ist relativ viel.“ Sie sei Omikron dennoch ähnlicher als den anderen Varianten Alpha, Beta oder Delta. Die britische Gesundheitsbehörde stufte die Variante nun als „Variante unter Beobachtung“ ein. Üblicherweise werden Varianten, die gegebenenfalls irgendwann „besorgniserregende Varianten“ genannt werden, zunächst beobachtet und weiter analysiert.

Der Grund für die Einstufung liegt in der Übertragbarkeit von BA.2. Es besteht der Verdacht, dass BA.2 noch leichter übertragbar sein könnte als die Urform der Omikron-Variante, die auch BA.1 heißt. Erste Analysten legten diese Vermutung nahe, es seien aber noch weitere Analysen notwendig, heißt es. „Man weiß wirklich noch sehr wenig darüber“, so Specht.

Bislang sind in Großbritannien den Angaben der Behörde zufolge 426 Fälle von BA.2 bekannt. Auch in anderen europäischen Ländern tauchte die Untervariante bereits auf. So seien auch Fälle aus Dänemark, Indien, Schweden und Singapur bekannt - der Großteil davon in Dänemark mit mehr als 6400 Fällen. Unklar ist jedoch, wo die Variante als ersten auftauchte.

BA.2: Omikron-Untervariante ist nicht mit PCR-Test identifizierbar - Genomanalyse nötig

BA.2, die „Tarnkappen-Mutation*“? Bereits im November hatten Forscher in Großbritannien die Variante entdeckt. Doch BA.2 zu erkennen scheint nicht einfach zu sein. Es lässt sich mittels PCR-Test* zwar als Coronavirus erkennen, nicht aber von anderen Varianten des Coronavirus unterscheiden. Eine spezielle genetische Veränderung fehlt in dieser Untervariante, mit der PCR-Tests sie als Omikron-Mutation identifizieren könnten. Im Speziellen hat Omikron kein S-Gen, anders als Delta. „Wenn man einen normalen PCR-Test gemacht hat, dann konnte man sagen: Wenn dieses S-Gen da war, dann war das Delta. Wenn das S-Gen nicht da war, dann war es auf jeden Fall nicht Delta“, schildert Specht. Dieses Ausschlussverfahren funktioniert mit BA.2 nicht. Stattdessen ist eine aufwendige Genomanalyse zur Identifikation erforderlich. Virologe Drosten warnte zudem vor einer möglichen Rekombination aus Delta und Omikron - eine gefährlichere Variante? (chd/dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Leon Kuegeler/Imago

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