Vermutlich vier Deutsche in Norwegen erfroren

Sirdal - Ein heftiger Schneesturm wurde ihnen zum Verhängnis: In Südnorwegen sind vermutlich vier Deutsche erfroren. Die Leichen von drei Skiwanderern wurden bereits gefunden. Nach der vierten wird noch gesucht.

Vier Deutsche sind beim Skiwandern in Norwegen vermutlich in einem Schneesturm erfroren. Die Polizei habe am vergangenen Donnerstag in der südnorwegischen Gemeinde Sirdal drei Leichen gefunden, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Samstag in Berlin. Eine vierte Wanderin wurde trotz intensiver Suche noch vermisst. Bei der Gruppe aus Sachsen handele es sich um Eltern mit ihrer Tochter und deren Verlobten.

Die Urlauber aus Brand-Erbisdorf (Landkreis Mittelsachsen) wollten laut Medienberichten am vergangenen Sonntag (13. Februar) auf Skiern von Taumevatn nach Heibergtunet wandern. Ein entgegenkommender Einheimischer habe ihnen wegen der Witterung davon abgeraten, berichtete die "Freie Presse". Die Sachsen hätten ihre Skiwanderung dennoch fortgesetzt, seien aber anscheinend zurückgekehrt, als sich die Witterung verschlechterte.

Am 12. Februar hatten sich die vier Urlauber noch in das Gästebuch einer Hütte eingetragen. Rund 800 Meter davon entfernt wurden die drei Leichen und vier Rucksäcke gefunden. Die norwegische Polizei vermutet, dass die Familie die Taumevatnhütte im dichten Schneetreiben trotz Loipenstangen nicht mehr fand. Unter den etwa zwei Meter hohen Schneeverwehungen wird auch die vermisste Frau vermutet.

Bei den Leichen fand die norwegische Polizei keine Pässe. "Die endgültige Identifizierung ist noch nicht abgeschlossen", sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes. Das Wandergebiet liegt rund 70 Kilometer östlich von Stavanger und ist sehr dünn besiedelt.

dpa

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