Vorwurf: Kein faires Verfahren für Polanski in USA

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Roman Polanski bei Dreharbeiten zu seinem neuesten Film „Ghost“.

New York - Der in der Schweiz im Gefängnis sitzende Star-Regisseur Roman Polanski hat nach Aussage seiner früheren Schwägerin keine Aussicht auf ein faires Verfahren in den USA.

Das amerikanische Justizsystem sei kaputt, sagte Debra Tate, die Schwester von Polanskis zweiter Frau Sharon Tate, am Mittwoch in einem Interview des Senders NBC. Polanski sei “ein guter Kerl“. Der ihm vorgeworfene Geschlechtsverkehr mit einer 13-Jährigen sei einvernehmlich erfolgt, sagte Debra Tate.

Polanski sitzt seit Samstag auf Ersuchen der USA wegen des sexuellen Missbrauchs einer 13-Jährigen im Jahr 1977 in Auslieferungshaft. Sharon Tate wurde 1969 von Anhängern des Sektenführers Charles Manson ermordet.

Bundesrat verteidigt Festnahme

Der Schweizer Bundesrat Pascal Couchepin verteidigte unterdessen die Festnahme Polanskis. Er halte den 76-Jährigen für einen großartigen Künstler, verteidige als Kulturminister aber in erster Linie die Aufgaben des Staates, sagte Couchepin. Die Schweizer Außenministerin Micheline Calmy-Rey hatte am Dienstag eingeräumt, dass es bei der überraschenden Festnahme des polnisch-französischen Regisseurs am Flughafen Zürich-Kloten an Feingefühl gemangelt habe.

AP

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