Das sollte Sie beachten

So kommen Ihre Weihnachts-Päckchen gut an

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Weihnachten herrscht bei den Paketzustellern Hochbetrieb. Deshalb sollte man Fristen einhalten.

Weihnachtszeit ist Päckchenzeit. Im Dezember herrscht bei Paketzustellern Hochbetrieb. Damit Ihre Pakete rechtzeitig und heil zu Weihnachten bei Freunden und Verwandten aus nah und fern ankommen, sollten Sie einiges beachten.

Die Weihnachtskarte ist der Spätzünder unter der Weihnachtspost. Wer sie spätestens am 21. Dezember einwirft, kann sich vergleichsweise sicher sein, dass sie am 24. Dezember ankommt. Vorausgesetzt, der Empfänger sitzt in Deutschland. „Innerhalb Europas sollte man mit 10 bis 14 Tagen rechnen“, sagt Elmar Müller vom Deutschen Verband für Post, Informationstechnologie und Telekommunikation (DVPT). Das gilt für Briefe und Pakete gleichermaßen. In Deutschland reicht fürs Paket eine Woche – auch vor Weihnachten.

Pakete ins Ausland

Post, die in Länder außerhalb Europas verschickt wird, sollten Verbraucher spätestens drei Wochen vor Weihnachten aufgeben. „Besser schon Ende November“, rät Rolf Schulz von der Deutschen Post. Bei den Mitgliedern des Bundesverbands Internationaler Express- und Kurierdienste (BIEK) – unter anderem Hermes, DPD, Fed-Ex und UPS – gilt weltweit ein etwas späterer Termin: der 14. Dezember. Diese Frist gibt auch GLS für den Paketversand ins Ausland an. Bei DHL gelten folgende Fristen: Pakete in EU-Nachbarländer und in die Schweiz müssen spätestens am 17. Dezember verschickt werden, für alle anderen europäischen Länder gilt der 10. Dezember. Pakete, die an Weihnachten außerhalb Europas unterm Baum liegen sollen, können bei DHL noch bis 7. Dezember per Service Premium aufgegeben werden.

Express-Post

Laut dem DVPT ist das Postaufkommen in der Weihnachtszeit etwa ein Drittel höher als sonst. Die Deutsche Post muss sogar mehr Mitarbeiter einstellen. Wer die Fristen verpasst, hat noch die Chance, Päckchen und Briefe per Express zu verschicken. In Deutschland kommt die Expresspost rechtzeitig an, wenn sie am Samstag vor Weihnachten rausgeht. Allerdings kostet der schnelle Service auch deutlich mehr: Dreimal so hoch sind die Preise für den Expressversand, schätzt Elmar Müller vom DVPT. So kostet das Expresspaket bis zehn Kilogramm bei der Deutschen Post 23,50 Euro – statt 6,90 Euro im Standardversand. Generell kostet ein Paket innerhalb der EU ungefähr doppelt so viel wie innerhalb Deutschlands. Außerhalb der EU kommen nochmal einige Euro hinzu.

Richtige Verpackung

Damit die Post nicht nur rechtzeitig, sondern auch heil ankommt, ist die richtige Verpackung wichtig. Fürs Äußere gilt: Ein Brief sollte so schlicht wie möglich sein. „Man sollte ihm nicht ansehen, dass es sich um etwas Wertvolles handelt und er Geld enthält“, so Müller. Aus rechtlicher Sicht ist das Verschicken von Geld ohnehin problematisch: Die Post weist in ihren AGB darauf hin, dass Sendungen mit Geldinhalt von der Beförderung ausgeschlossen sind.

Bei Paketen kommt es darauf an, dass sie möglichst stabil sind: „Keine dünnwandigen Kartons“, warnt Anja Schmieder vom BIEK. Auch das Innenleben muss gepolstert sein. Ein Hinweis wie „Vorsicht, zerbrechlich“ hilft nur begrenzt: „Da, wo Menschen die Pakete in die Hand nehmen, wird der Hinweis beachtet“, sagt Schulz. Überwiegend werden die Pakete aber über Maschinen befördert, denen der Inhalt egal ist. Genau wegen dieser Maschinen sollten Weihnachtspakete auch nicht mit Schleifen geschmückt werden – die können sich auf den Förderbändern verheddern. Wird das Paket beschädigt, geht es zurück an den Absender.

Versicherung

Nicht jede Sendung ist versichert. Bei der Post macht es einen Unterschied, ob es sich um ein Päckchen oder Paket handelt: Päckchen sind grundsätzlich nicht versichert , Pakete schon. „Alles, was wichtig ist, sollte ich deshalb als Paket verschicken, auch unter zwei Kilogramm“, rät Müller. Bei den Mitgliedsunternehmen des BIEK werden nur Pakete verschickt – und die sind versichert. Hermes haftet zum Beispiel bei Päckchen mit bis zu 50, bei Paketen mit bis zu 500 Euro.

Abholung zu Hause

Für bequeme Schenker bietet sich ein besonderer Service: Sie können ihr Paket zu Hause abholen lassen. Das ist vor allem bei größeren Präsenten hilfreich, wenn vor der Haustür kein eigenes Auto steht. „Ich sollte dann einen Tag vorher anrufen, damit das Unternehmen jemanden vorbei schickt“, so Schmieder.

Falls jemand einfach nur keine Zeit hat, die Filiale aufzusuchen, kann er die Packstationen der Post nutzen. „Dort kann ich das Geschenk rund um die Uhr abgeben“, sagt Schulz. Und damit unabhängig von Öffnungszeiten – viele Paketshops haben allerdings zum Teil bis 22 Uhr geöffnet. Wer die Briefmarke schon zuvor aus dem Internet herunterlädt, spart nicht nur Zeit, sondern auch Geld. „Online-Frankierungen sind etwas günstiger“, erklärt Schulz. Dekofans dürfen die Frankierung dann nur nicht mit Weihnachtsstickern überkleben. Sonst kommt das Paket nicht an – und alle Mühe war umsonst.

Lea Sibbel und Manuela Dollinger

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