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Konsequenz aus London-Inferno

Wuppertal: Hochhaus wird wegen möglicher Feuergefahr geräumt

Ein Einsatzfahrzeug der Polizei vor dem geräumten Gebäude in Wuppertal. Foto: Holger Battefeld
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Ein Einsatzfahrzeug der Polizei vor dem geräumten Gebäude in Wuppertal. Foto: Holger Battefeld

Nach der Londoner Brandkatastrophe schauen sich die Behörden auch in Deutschland die Hochhäuser genau an. Als erste Konsequenz wird nun in Wuppertal ein Hochhaus geräumt.

Wuppertal (dpa) - Zwei Wochen nach dem Londoner Hochhausbrand mit mindestens 79 Toten wird in Wuppertal ein Hochhaus geräumt. Wegen einer Fassadendämmung, die dem Londoner Grenfell Tower ähnele, habe man sich kurzfristig zu dieser Vorsichtsmaßnahme entschlossen, sagte eine Sprecherin der Stadt.

Die Bewohner sollen in ihre Wohnungen zurückkehren können, sobald die Fassadendämmung entfernt ist. Für die Betroffenen stünden Ersatzwohnungen bereit. Die Polizei hat das Haus bereits abgesperrt.

Nach dem Londoner Hochhausbrand habe man das Brandrisiko neu bewertet. Ein defekter Kühlschrank hatte das Feuer im Grenfell Tower in London entfacht. Der Brand griff über die Fassade auf den ganzen 24-stöckigen Sozialbau über. Das Hochhaus in Wuppertal hat elf Geschosse. Vermutlich seien 72 Bewohner betroffen.

Nach der Feuerkatastrophe im Londoner Grenfell Tower weitet sich der Skandal um Mängel im Brandschutz an britischen Wohnblocks derweil weiter aus. Der Regierung in London zufolge sind bislang alle 95 Gebäude durchgefallen, die bei stichprobenartigen Tests überprüft wurden. Betroffen sind nicht nur Gebäude in London, sondern auch in anderen Städten des Landes. Insgesamt sollen bei 600 Hochhäusern die Fassadenverkleidungen untersucht werden.

Premierministerin Theresa May forderte unterdessen eine landesweite Untersuchung zum Umgang mit brennbaren Fassadenteilen. Bei dem Brand im Grenfell Tower im Westen der britischen Hauptstadt vor knapp zwei Wochen kamen mindestens 79 Menschen ums Leben. Das Feuer breitete sich über die Fassadenverkleidung des 24-stöckigen Sozialbaus binnen kürzester Zeit aus. Ein defekter Kühlschrank hatte den verheerenden Brand entfacht. Der Hersteller der Fassadenteile stoppte inzwischen den Verkauf des betreffenden Materials für Hochhäuser.

Als Reaktion auf die Testergebnisse hatten bereits rund 4000 Menschen ihre Wohnungen in Hochhäusern im Norden Londons in den vergangenen Tagen räumen müssen. Die Feuerwehr hatte in vier 22-stöckigen Gebäuden im Stadtteil Camden eine ganze Reihe von Sicherheitsmängeln festgestellt: unter anderem brennbare Fassaden, Fehler bei der Isolierung von Gasleitungen und das Fehlen von Brandschutztüren.

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