Zahl der Tsunami-Opfer im Südpazifik steigt

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Bei dem Tsunami auf Samoa sind 149 Menschen gestorben. Weite Teile der Insel sind überschwemmt, tausende Menschen sind obdachlos.

Apia - Die Zahl der Todesopfer nach der Tsunami-Katastrophe auf den Samoa-Inseln ist am Donnerstag auf mindestens 150 gestiegen.

Allein im westlichen Teil der Inselgruppe wurden bislang 110 Tote geborgen, wie der Ministerpräsident von Samoa, Tuilaepa Sailele, mitteilte. “In einigen Dörfern ist kein Haus stehen geblieben“, sagte der Regierungschef. Auch sein eigenes Heimatdorf Lesa sei weggespült worden. Für die Überlebenden trafen mit internationaler Unterstützung Lebensmittel, Medikamente und Wasser ein. In den verwüsteten Straßen und eingestürzten Häusern suchten Einsatzkräfte weiter nach Überlebenden und Opfern.

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Nach der von einem Seebeben der Stärke 8,0 bis 8,3 ausgelösten Flutwelle werden noch zahlreiche Bewohner vermisst. Militärmaschinen brachten am Donnerstag auch Ärzteteams auf die Samoa-Inseln. Aus Neuseeland trafen Gerichtsmediziner ein, die bei der Identifizierung von Toten helfen sollen. Trotz einer Warnung des Pazifischen Tsunami-Zentrums auf Hawaii hatten die Menschen nur zehn Minuten Zeit, sich vor der Riesenwelle in Sicherheit zu bringen. In Amerikanisch-Samoa, im Osten der Inselgruppe, trafen eine Viertelstunde nach der Warnung vier Tsunamis ein, die vier bis sechs Meter hoch waren und bis zu 1,5 Kilometer weit die Küste überrollten.

AP

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