Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Röntgenblitz erzeugt Plasma

Der schnellste Wasserkocher der Welt

In nur 75 Femtosekunden wird das flüssige Wasser zu Plasma. Foto: Jens Büttner
+
In nur 75 Femtosekunden wird das flüssige Wasser zu Plasma. Foto: Jens Büttner

Hamburg (dpa) - In einigen Billiardstel Sekunden haben Forscher Wasser auf 100.000 Grad Celsius erhitzt. Sie nutzten dazu einen Röntgenlaser, teilte das Forschungszentrum DESY in Hamburg mit.

Von weiteren Experimenten mit dem schnellsten Wasserkocher der Welt erhoffen sich die Wissenschaftler neue Einblicke in die besonderen Eigenschaften von Wasser.

«Das ist sicherlich nicht der übliche Weg, Wasser zu kochen», sagte Forschungsleiter Carl Caleman vom Center for Free-Electron Laser Science (CFEL) bei DESY. Zusammen mit Forschern der Universität Uppsala in Schweden stellte er seine Arbeit in den «Proceedings» der Nationalen Akademie der Wissenschaften der USA vor. Normalerweise würden die Wassermoleküle beim Erhitzen immer stärker in Bewegung versetzt.

«Unsere Heizung ist ganz anders», betont Caleman. «Der energiereiche Röntgenblitz schlägt die Elektronen aus den Wassermolekülen hinaus und zerstört so die Balance der elektrischen Ladung. Die Atome spüren plötzlich eine starke abstoßende Kraft und beginnen, sich heftig zu bewegen.» In nur 75 Femtosekunden (oder: 0,000.000.000 .000.075 Sekunden) werde das flüssige Wasser zu Plasma. Plasma wird als vierter Aggregatzustand neben fest, flüssig und gasförmig bezeichnet.

Die Forscher hatten am US-Forschungszentrum SLAC ultrakurze und hochintensive Röntgenblitze mit dem Freie-Elektronen-Laser LCLS auf einen feinen Wasserstrahl geschossen. Die Ergebnisse haben auch Konsequenzen für die Forschung mit Röntgenlasern, mit denen Wissenschaftler unter anderem die atomare Struktur winziger Proben untersuchen.

Pressemitteilung DESY

Link zum Abstract der Studie

Kommentare