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Neuner und Henkel auf dem Podest - Flatland siegt

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Magdalena Neuner sprintete auf den zweiten Rang, hätte beinahe sogar gewonnen.

Oberhof - Mit kühlem Kopf und großer Klasse haben Magdalena Neuner und Andrea Henkel der deutschen Biathlon-Festwoche vor insgesamt 101.000 Zuschauern in Oberhof die Krone aufgesetzt.

Das erfolgreiche Duo ließ mit den Plätzen zwei und drei im Weltcup-Sprint das Staffel-Debakel vergessen und machte es den Männern nach. Für die rundete Michael Greis mit Platz fünf im Massenstart nach dem Staffelsieg und Arnd Peiffers zweiten Platz im Sprint den perfekten Einstand ins neue Jahr ab.

„Es war ein schönes und spannendes Rennen. Leider ging der letzte Schuss vorbei“, sagte Greis. Der dreifache Turin-Olympiasieger lag vor 24.000 Zuschauern am Grenzadler 19,1 Sekunden hinter dem norwegischen Tagessieger Tarjei Bö (2 Fehler). Den guten Auftritt der deutschen Mannschaft machten Peiffer (Clausthal-Zellerfeld/3 Fehler) und Andreas Birnbacher (Schleching/3 Fehler) mit den Plätzen 12 und 14 perfekt.

So schön und so erfolgreich: Magdalena Neuner

So schön und so erfolgreich: Magdalena Neuner

Greis hatte sogar Chancen auf den Sieg, setzte aber den letzten der insgesamt 20 Schüsse daneben und musste zum dritten Mal in die Strafrunde. Peiffer und Birnbacher stürzten auf der Schlussrunde und verloren einige Sekunden.

Andrea Henkel (Foto) landete hinter Magdalena Neuner auf dem dritten Platz.

Neuner nutzte die im Gesamtweltcup führende Finnin Kaisa Mäkäräinen auf der Schlussrunde als willkommenes Zugpferd („Kaisa war mir eine große Hilfe“) auf der Jagd nach Henkels Bestzeit, die sich die Lokalmatadorin vor allem am Schießstand erarbeitet hatte. „Ich habe noch nie nach einem Treffer gerastet. Aber ich habe den Wind gespürt und gedacht, ich mache es diesmal, bevor ich den Fehler schieße“, erklärte die 33-Jährige ihre taktische Meisterleistung im Liegendschießen, die auch Frauen-Trainer Gerald Hönig begeisterte: „Das hat sie stark gemacht.“ Henkel hatte die Einstellung an ihrem Gewehr zwischen dem ersten und zweiten Schuss verändert.

Dass letztlich die Norwegerin Ann Kristin Flatland ihren ersten Weltcupsieg mit 5,7 Sekunden Vorsprung auf Neuner und 15,2 Sekunden vor Henkel feierte, störte das deutsche Duo wenig: „Die Flatland muss man immer auf der Rechnung haben“, sagte Neuner. So wie auch die Doppel-Olympasiegerin. „Ich war nicht ganz so nervös wie zuletzt. Heute haben wir uns zeigen können“, sagte Neuner. Der sechste Platz in der Staffel nach rekordverdächtigen neun Strafrunden war da schon wieder Schnee von gestern.

Henkel zeigte sich nach dem ersten Podiumsplatz des Winters beim Heimspiel sichtlich erleichtert: „Schön, dass es ausgerechnet hier geklappt hat“, sagte die zweifache Olympiasieger von 2002 in Salt Lake City: „Das ist der Reiz im Biathlon: Man weiß nie, was morgen passiert.“ Auch bei ihrem 12. Auftritt in Oberhof sprühte Henkel vor Begeisterung für ihren Sport: „Es ist einfach interessant, wenn man es beim Schießen mit Nachdenken schafft, den Wind zu beherrschen.“

Einmal mehr als Henkel musste Neuner in die Strafrunde („Liegend war ein Leichtsinnsfehler“), doch wie schon beim Sprintsieg in Pokljuka überragte die 23-Jährige in der Loipe. „Die letzte Runde war nur noch Vollgas“, sagte Neuner, die trotzdem mit Köpfchen in den schweren Anstieg am Birxstieg ging und nicht zu früh wichtige Körner verschoss. Auch das ein Zeichen von Klasse. Hinweis an die Redaktionen: Wir überholen die Zusammenfassung nach dem Massenstart der Frauen gegen 19.30 Uhr.

sid

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