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Bericht

Volkswagen-Chef Diess will neuen Konzern-Namen – und stößt auf Widerstand

VW-Vorstandschef Herbert Diess
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 Volkswagen-Chef Herbert Diess will einen neuen Konzern-Namen. (Archivbild)

Volkswagen-Chef Herbert Diess überlegt einem Bericht zufolge, den Konzern umzubenennen. In Wolfsburg sorgt das für Widerstand.

Wolfsburg – Volkswagen-Chef Herbert Diess will den Autobauer auf Vordermann bringen. Jetzt hat der umtriebige Manager ein neues Projekt gefunden: Im April verkündete Diess VW-Topleuten in seinen „Weekly Notes“, dass ein neuer Name für den Konzern im Gespräch sei. Das berichtet das Manager Magazin.

Volkswagen und Namensänderung: Facebook und Google als Vorbild

Demnach sei die Volkswagen Group als Mutterkonzern nicht wirklich eine eigene Marke, was den Wert der Volkswagen-Marken mindere. Ein mit dem Thema befasstes Team werde daher als Beispiel einen gänzlich neuen Namen vorschlagen, schreibt das Manager Magazin. Vorbilder seien Google und Facebook, mit den Mutterkonzern-Namen Alphabet und Meta. Auch andere Autobauer wie der Konkurrent Stellantis, zu dem Marken wie Peugeot, Fiat oder Opel gehören, dienen als Positiv-Beispiel.

Doch im Konzern steht man diesem Vorstoß eher ablehnend gegenüber: Eine Umbenennung sei aktuell kein Thema, hieß es aus Diess Umfeld gegenüber dem Manager Magazin. Ein Sprecher des Betriebsrats meinte dazu: „Unser Konzern heißt Volkswagen. Und das bleibt auch so.“ Es ist also fraglich, inwiefern der Vorschlag weiter verfolgt wird.

Volkswagen: Nachspiel nach angeblicher Namensänderung in USA

Schon im vergangenen Jahr hatte Volkswagen mit dem Thema Namensänderung für Aufsehen gesorgt: Ende März 2021 verkündete der Konzern in den USA seine Umbenennung von Volkswagen in „Voltswagen“. Man wolle damit die Bedeutung von E-Autos für die Zukunft des Konzerns unterstreichen, hieß es. 

Nach mehreren Medienberichten ruderte Volkswagen zurück – und erklärte, dass es sich um einen Aprilscherz gehandelt habe. Mit einem ernsten Nachspiel, denn die US-Börsenaufsicht SEC prüfte im Nachgang, ob der Konzern damit den Börsenkurs beeinflusst haben könnte. Bei dem neuen Projekt von Diess handel es sich laut Bericht aber dezidiert nicht um einen Aprilscherz.

Gleiches trifft auf Neubestellungen eines E-Autos zu: Wer das im Jahr 2022 plant, könnte ein böses Erwachen erleben.

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