Automobil

VW: Aussage befeuert Spekulationen um Luxusmarke - wie geht es mit Bugatti weiter?

Bugatti Chiron Sport: Die VW-Tochter hat Pläne für einen weiteren Super-Sportler vorerst auf Eis gelegt.
+
Bugatti Chiron Sport: Die VW-Tochter hat Pläne für einen weiteren Super-Sportler vorerst auf Eis gelegt.

Bei Volkswagen steht Ende November die nächste Planungsrunde an. Fans der Luxus-Sportwagen-Marke Bugatti müssen jetzt ganz stark sein. Ein weiteres Hypercar kommt wohl erst mal nicht.

  • Volkswagen hat mit Bugatti eine der prestigeträchtigsten Luxus-Marken der Welt im Portfolio.
  • Für das kommende Jahr ist die Elsässer Manufaktur bereits jetzt praktisch ausverkauft.
  • Jetzt gibt es neue Spekulationen um die Zukunft der Marke.

München - Der Luxussportwagen-Bauer Bugatti hat Pläne zur Entwicklung eines weiteren Modells wegen der Covid-Pandemie vorerst auf Eis gelegt. „Wir hatten Gespräche über eine zweite Modellreihe, aber das Thema ist wegen Corona jetzt gestoppt“, sagte Bugatti-Chef Stephan Winkelmann Bloomberg-TV.

Bei Volkswagen* stehen im Herbst traditionell die Gespräche für die weitere Investitionsplanung und die Werkbelegung an. Bis 2024 will Konzern-Chef Herbert Diess* alleine 33 Milliarden Euro in seine Elektro-Offensive stecken.


Zuletzt hatte es mehrfach Spekulationen um einen möglichen Verkauf von Bugatti sowie des  italienischen Sportwagenbauers Lamborghini gegeben. Beide Luxus-Marken gehören über Audi zum VW-Konzern.

Erst vor wenigen Tagen hatte die Nachrichtenagentur Reuters über Pläne berichtet, wonach Volkswagen seine Tochter Lamborghini an die Börse bringen könnte. Die Mehrheit wolle VW jedoch behalten, hieß es.

Einem Bericht des Manager Magazin zufolge plant VW zudem den Verkauf von Bugatti an den kroatischen Supersportwagen-Bauer Mate Rimac. Der Deal solle bis Jahresende abgeschlossen sein, schrieb das Magazin. Immerhin bliebe Bugatti damit im VW-Reich. VW hält über seine Sportwagen-Tochter Porsche 15,5 Prozent an den Kroaten.

VW: Aussagen von Konzernchef Diess befeuern Spekulationen um Bugatti-Schicksal

Die Spekulationen um die Zukunft der Luxusmarken hatten am vergangenen Mittwoch neue Nahrung erhalten. Konzernchef Herbert Diess hatte auf der virtuellen Hauptversammlung wichtige Weichenstellungen noch im laufenden Jahr angekündigt. Volkswagen müsse „sich wandeln von einer Sammlung wertvoller Marken“ zu einem Digitalunternehmen, das Millionen vernetzter Elektrofahrzeuge zuverlässig betreibe, sagte Diess. PS-Boliden wie Lamborghini oder Bugatti dürften in dieser Strategie kaum ihren Platz haben. 

Dabei gilt das Geschäft mit den Luxusmarken als prestigeträchtig und lukrativ. Auch der weltweite Konjunktur-Einbruch im laufenden Jahr hat bei den Herstellern offenbar keine Spuren hinterlassen – im Gegenteil. Mit Preisen jenseits der Million gilt etwa Bugatti als eines der beliebtesten Spielzeuge der Superreichen. Das laufende Jahr werde das beste in der Geschichte sein, sagte Winkelmann. Bereits jetzt sei die Produktion für 2020 „komplett ausverkauft, für 2021 zu etwa 70 bis 80 Prozent“. 

Zu den bekennenden Bugatti-Fans gehört etwa Cristiano Ronaldo. Der Fußball-Star von Juventus Turin hat neben dem Bugatti Centodieci gleioch noch einen Bugatti Veyron und einen Bugatti Chiron in seiner Garage. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Netzwerks.

Kommentare