Keine Schmarotzer

Flechten an Bäumen: Das müssen Sie über die Organismen wissen

Zu sehen ist eine Astgabel, in deren Mitte die gewöhnliche Gelbflechte wächst.
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Die Gewöhnliche Gelbflechte ist kein Grund zur Sorge (Symbolbild).

Entdecken Gartenfreunde Flechten an Baumästen, ist die Sorge um den Baum oft groß. Doch das muss gar nicht sein, denn Flechten sind auch Anzeichen für reine Luft.

Hamburg – Besonders im Winter, wenn kein Laub mehr an den Bäumen hängt, fallen Flechten deutlich ins Auge. Doch das ist kein Grund zur Sorge. Denn diese Kombination aus Pilzen und Algen ist in den meisten Fällen ein gutes Zeichen und schadet den Bäumen nicht. Von etwa 25.000 bekannten Flechten-Arten gibt es in Europa mittlerweile etwa 2000. Nur in wenigen Fällen müssen Gartenfreunde bei Flechten an Bäumen aktiv werden*, wenn sie Flechten an Baumästen entdecken, wie auch 24garten.de* berichtet.


Flechten sind keine Pflanzen. Viel mehr sind es Organismen aus Pilzen und Algen, die in einer Symbiose leben. Unter Symbiose verstehen Expertinnen und Experten das Zusammenleben verschiedener Lebewesen zu beidseitigem Vorteil. Die Baumäste, auf denen Flechten zu sehen sind, dienen ihnen nur als Untergrund zum Leben.

In seltenen Fällen jedoch entstehen Flechten auch auf kranken Bäumen. So überwuchern sie laut Norddeutschem Rundfunk bei schwächeren Obstbäumen deren Knospen, die dann nicht mehr aufgehen können. In so einem Fall ist ein Verjüngungsschnitt des Obstbaumes empfehlenswert. Auch eine Extra-Portion Dünger schadet den Bäumen dann nicht, denn das hilft ihnen beim Austreiben neuer Triebe und Knospen. *24garten.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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