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Artgerecht wohnen

Insektenhotels: Ist das Geldmacherei oder Tierschutz?

Wie sinnvoll sind Insektenhotels wirklich? Viele der kaufbaren Nisthilfen sind für Wildbienen und andere Nützlinge nicht artgerecht, sondern nutzlos.

Obernkirchen – Eine schöne Idee: Da der Mensch den natürlichen Lebensraum der Insekten mit Betonfassaden und naturfernen Gärten beschränkt, bietet er ihnen als Ersatz eine dekorative Unterkunft zum Nisten. Leider sind die in Baumärkten oder Discountern angebotenen Insektenhäuser oft zwar lukrativ für die Verkäufer, aber nutzlos für Wildbienen und Co.

Insektenhotels: Geldmacherei oder Tierschutz?

Insektenhotels sind eine künstlich geschaffene Nisthilfe. (Symbolbild)

Es stimmt: Wildbienen und andere Insekten haben es aufgrund von einem fehlendem Nahrungsangebot und mangelnden Nistmöglichkeiten immer schwerer zu überleben. Es gibt aber mehrere Hilfen für den Insektenschutz im Garten, dazu zählen auch Insektenhotels: Sie sind sinnvoll für den Tierschutz und den Erhalt der Artenvielfalt.

Wie der Bund Naturschutz („NABU“) erklärt, sind jedoch viele der kaufbaren Nisthilfen nutzlos: Ungeeignete Materialien und Bauweisen sind für die Nützlinge schlimmstenfalls sogar schädlich. Das investierte Geld haben Sie dann zum Fenster hinausgeschmissen.

Beim Kauf oder beim Selberbauen sollten Sie daher auf folgende Bauweisen verzichten:

  • Glasröhrchen zur Beobachtung der Insekten im Inneren: Glas ist undurchlässig für Wasserdampf, die Wildbienenbrut kann von Pilzen befallen werden und sterben.
  • Sogenannte „Weidenruten-Lehmwände“ für grabende Bienenarten sind nutzlos: Das Lehmmaterial ist fast immer viel zu hart.
  • Horizontale Bündel von markhaltigen Stängeln sind nicht artgerecht: In der Natur bevorzugen die Tiere frei stehende, eher vertikale Strukturen. Eine alternative Idee: Sie könnten geschnittene Brombeeren oder Staudenstängel am Zaun befestigen.
  • Loch- und Hohlziegel werden sehr häufig verwendet – allerdings von Wildbienen nicht besiedelt! Besser sind Strangfalzziegel, deren Löcher die Bienen gerne besuchen.
  • Frisches, nicht abgelagertes Holz ist ungünstig. Wenn die Bohrungen zu dicht gesetzt werden, entstehen Risse, die Wildbienen meiden. Gut sind Bohrungen ins Längsholz, anstelle ins Hirnholz von Baumscheiden.

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Reisighaufen bieten Lebensraum für Marienkäfer

Laut dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern e. V. („LBV“) sind auch Füllstoffe wie Stroh, Fichtenzapfen, Holzwolle oder Holzhäcksel für Insekten weitgehend nutzlos. So sind Totholz- oder Reisighaufen im Garten für Marienkäfer, Florfliegen und andere Insekten wesentlich besser geeignet.

Wer die Mühe nicht scheut, kann den Nützlingen das Insektenhotel selbst bauen. Das ist Ihnen zu kompliziert? Bienen freuen sich zum Beispiel auch über eine insektenfreundliche Bepflanzung auf dem Balkon oder im Garten.

Rubriklistenbild: © Future Image/Imago

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