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Natürliche Abwehr

Schnecken vertreiben: Zehn Pflanzen, die sie gar nicht mögen

Um schneckenresistente, wehrhafte Pflanzen machen die schleimigen Schädlinge einen großen Bogen. Ein guter Grund, sie im eigenen Garten anzupflanzen.

Es wird wohl nie das Universalmittel gegen Schnecken geben, aber man kann im eigenen Garten zumindest einiges dafür tun, dass die Schnecken schlechte Laune bekommen. Dazu gehören ein Futterentzug und Pflanzen, die sie geradezu abstoßend finden. Beides ist mit bestimmten schneckenresistenten Pflanzen möglich.

Schnecken vertreiben: Zehn Pflanzen, die sie gar nicht mögen

Getrocknet als Mulch oder als Sud wirkt Rainfarn abschreckend auf Schnecken. (Symbolbild)

Eine Schleimspur lässt oft Böses ahnen, bevor man die traurigen, zerfressenen Reste seines Gemüses oder der eben noch so prächtig blühenden Lieblingsblume entdeckt. Bevor Ihnen bei solchem Anblick das Gärtnerherz bricht, sollten Sie sich mit einigen Pflanzen wappnen, auf die die Schädlinge so gar keine Lust haben.

Ob es Stacheln sind, Brennhaare oder Inhaltsstoffe wie Aromen und bittere Gerbstoffe – Pflanzen haben zahlreiche Methoden gefunden, um sich ihrer potenziellen Fressfeinde zu wehren. Am besten schaffen dies offensichtlich Kräuter, vom Bohnenkraut bis zur Zitronenmelisse gibt es kaum eins, um das die Schleimer nicht einen großen Bogen machen. Eine Ausnahme bilden Basilikum, Dill und junge Petersilie, die Sie vor den hungrigen Tieren schützen sollten.

Die meisten anderen Kräuter jedoch sorgen mit ihren ätherischen Ölen dafür, dass ihr Geruch auf Schnecken derart abschreckend wirkt, dass sie die Schädlinge regelrecht aus dem Beet vertreiben. Es wäre daher einen Versuch wert, ein paar Kräuter zwischen schützenswertes Gemüse und Blumen zu setzen.

Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Frau gießt ihre Blumen. Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. ©  Westend61/Imago
Frau wässert Blumen mit Gartenschlauch. Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. ©  Westend61/Imago
Mann mäht seinen Rasen. Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © Shotshop/Imago
Kübelpflanzen auf einer Terrasse. Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © Shotshop/Imago
Mann gießt Jungpflanzen im Hochbeet. Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an.
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © imagebroker/Imago
Gartenbewässerung. Das Wasser sollte beim Gießen nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger.
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © Panthermedia/Imago
Frau bearbeitet ihr Blumenbeet. Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind.
Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © Westend61/Imago
Blumenmeer. Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet.
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © Rolf Poss/Imago
Frau düngt ihren Salat mit Kompost. Zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihre Pflanzen düngen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen.
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © Redeleit-L./Imago
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig.
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © YAY Images/Imago

Schnecken vertreiben: Von Mädesüß bis Rhabarberjauche

Finden die Schnecken erst gar keine Nahrung, haben Sie außerdem keinen Grund, sich im Beet aufzuhalten. Diese zehn Pflanzen lassen die Schnecken in Ruhe, weil sie ihnen nicht schmecken:

  • Echtes Mädesüß (Filipendula ulmaria)
  • Löwenmäulchen (Antirrhinum spec.)
  • Pfingstrose (Paeonia)
  • Edeldistel (Eryngium planum)
  • Roter Fingerhut (Digitalis purpurea)
  • Steinkraut (Lobularia maritima)
  • Bartnelken (Dianthus barbatus)
  • Ringelblumen (Calendula officinalis)
  • Margeriten (Leucanthemum)
  • Ballonblume (Platycodon grandiflorus)

Es gibt übrigens auch Salate, auf die die Schnecken keinen Appetit haben, wie Rucola oder Endiviensalat. Wer noch einen Schritt weiter gehen und die Schnecken aktiv bekämpfen möchte, kann aus verschiedenen Pflanzen einen Sud oder eine stinkende Jauche herstellen, und die betroffenen bzw. gefährdeten Pflanzen damit besprühen oder gießen. Hierfür eigenen sich zum Beispiel Efeu, Holunder, Rhabarber oder Schafgarbe. Die Wirkung von Kupferband zur Schneckenabwehr an Blumenkübeln oder um Hochbeete ist dagegen umstritten.(ia)

Rubriklistenbild: © blickwinkel/Imago

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