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Frisches aus dem Gemüsebeet

Drei Fehler beim Tomaten-Anbau, die Ihnen die zarten Pflanzen übel nehmen

Tomaten zählen zweifelsohne zum Lieblingsgemüse der Deutschen. Um ihre prächtigen Früchte auszubilden, benötigen die Pflanzen aber auch die richtige Pflege.

Kaum ein Garten in Deutschland kommt wohl ohne Tomaten aus. Obwohl das Nachtschattengewächs durchaus anspruchsvoll in der Pflege ist, lassen es sich sich viele Tomaten-Fans aber nicht nehmen, ihr eigenen schmackhaften Tomaten anzubauen. Bei der schier unendliche Auswahl an Tomatensorten wie Strauchtomaten, Cocktailtomaten oder auch kräftigen Fleischtomaten ist für jeden Geschmack etwas dabei. Damit die Ernte auch gelingt und Sie sich schon bald über leuchtend rote Früchte freuen dürfen, gilt es, die gängigsten Fehler beim Tomatenanbau zu umschiffen.

Tomaten-Pflanzen gedeihen prächtig, wenn Sie die gängigsten Fehler beim Anbau vermeiden.

Drei gängige Fehler beim Tomatenanbau, welche die Ernte gefährden können

  1. Tomaten nicht richtig vorziehen: Tomaten gehören zu den wärmeliebenden Pflanzen. Damit sie auch in unseren Breitengraden prächtig gedeihen, zieht man Tomaten idealerweise zuerst in kleinen Töpfchen auf der Fensterbank vor und setzt sie erst als Jungpflanzen ins Beet. Der beste Zeitpunkt, um mit der Anzucht zu starten, ist Anfang April. Starten Sie früher, hat das entscheidende Nachteile. Zum einen vergeilen die Tomatenpflanzen aufgrund von Lichtmangel. Das heißt sie bekommen nur schwache Triebe, die dünn und lang sind. Zum anderen sollten die Jungpflanzen ohnehin erst nach den Eisheiligen, ab Mitte Mai, ins Freiland gesetzt werden. Zuvor ist die Gefahr von Nachtfrösten zu groß, welche den zarten Pflänzchen schaden. Nach dem Pikieren der Keime sollten Sie die Tomatenpflanzen außerdem an einen kühlen, aber hellen Ort stellen.
  2. Tomatenblätter falsch entfernen: Damit sich Tomaten keine Pilzkrankheiten wie die Kraut- und Braunfäule einfangen, sollten Sie darauf achten, dass keine Blätter den Boden berühren und diese entfernen. Auch zwischen den Pflanzen ist ein ausreichender Abstand gefragt, so trocknen die Blätter nämlich schneller und Pilzkrankheiten haben es schwer. Schneiden Sie also gerne einige Blätter ab und geizen Sie Seitentriebe aus, um dem Dickicht Herr zu werden. Gehen Sie dabei aber bloß nicht zu rabiat vor: Die Blätter der Tomatenpflanzen dienen schließlich der Photosynthese, welche für die Pflanzen überlebensnotwendig ist. Außerdem schützen die Blätter die Früchte vor der Sonne, welche sich bei zu viel Licht einen Sonnenbrand holen können.
  3. Zu wenig düngen: Tomaten sind Starkzehrer und benötigen für ein optimales Wachstum von Wurzeln, Grün und Früchten besonders viele Nährstoffe. Dazu zählen etwa Natrium, Phosphor, Kalium aber auch Calcium und Magnesium. Diese werden über Dünger zugeführt, wie Kaffeesatz oder auch Jauchen. Düngen Sie zu wenig, zeigt sich das an verfärbten Blättern oder Krankheiten wie der Blütenendfäule. Die falschen Pflanz-Nachbaren können ebenfalls zu einem Nährstoffmangel führen.

Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Frau gießt ihre Blumen. Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. ©  Westend61/Imago
Frau wässert Blumen mit Gartenschlauch. Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. ©  Westend61/Imago
Mann mäht seinen Rasen. Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © Shotshop/Imago
Kübelpflanzen auf einer Terrasse. Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © Shotshop/Imago
Mann gießt Jungpflanzen im Hochbeet. Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an.
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © imagebroker/Imago
Gartenbewässerung. Das Wasser sollte beim Gießen nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger.
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © Panthermedia/Imago
Frau bearbeitet ihr Blumenbeet. Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind.
Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © Westend61/Imago
Blumenmeer. Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet.
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © Rolf Poss/Imago
Frau düngt ihren Salat mit Kompost. Zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihre Pflanzen düngen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen.
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © Redeleit-L./Imago
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig.
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © YAY Images/Imago

Natürlich brauchen Tomatenstauden immer auch genügend Wasser, um optimal zu wachsen und eine üppige Ernte zu erzeugen. Leider gießen Hobbygärtner Tomatenpflanzen oft zu wenig. Genau wie beim Gurken-Anbau kann dieser Fehler die Ernte gefährden.(as)

Rubriklistenbild: © Cavan Images/Imago

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