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Geld zurück, wenn die Wohnungsgröße nicht stimmt

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Wenn die Wohnung weniger Quadratmeter hat als angegeben, kann der Mieter Geld zurück verlangen.

Karlsruhe - Mieter können Geld zurückverlangen, wenn ihre Wohnung kleiner ist als in einer Anzeige angegeben – vor allem dann, wenn im Mietvertrag nichts über die Wohnungsgröße steht.

Das entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe. Er gab damit einer Klägerin aus Mannheim Recht und hob ein Urteil des dortigen Landgerichts auf. Die Frau hatte eine Wohnung gemietet, die laut Inserat etwa 76 Quadratmeter groß sein sollte – in Wirklichkeit aber nur gut 53 Quadratmeter misst. Der Fall muss nun erneut vor dem Landgericht verhandelt werden. Die Richter betonten, dass es sich um eine Einzelfallentscheidung handele.

Das Urteil solle also kein Signal sein, dass alle möglichen Vorabsprachen später auch bindend seien. In diesem konkreten Fall jedoch seien vor Vertragsabschluss „mehrfach deutliche Aussagen gemacht worden“ zur Wohnfläche, sagte der Vorsitzende Richter – sowohl in der Anzeige als auch in einer Grundrissskizze und in einer Wohnflächenberechnung. „Hier wurde eine exakte Wohnfläche angegeben, bis auf zwei Stellen hinter dem Komma.“ Der Mietvertrag enthielt keine Angaben zur Größe der Wohnung. Diese waren in dem Vordruck auch nicht vorgesehen. Als die Mieterin aber die tatsächliche Wohnungsgröße herausfand, forderte sie Geld vom Vermieter zurück – mit Recht, urteilte der BGH.

Beide Seiten hätten den Vertrag im Einverständnis über die Wohnungsgröße geschlossen. In diesem Fall sei die Wohnfläche um mehr als zehn Prozent kleiner als angenommen, dies führe zu einer Mietminderung. „Das ist eine für Mieter positive Entscheidung“, sagte der Direktor des Deutschen Mieterbundes, Lukas Siebenkotten. Maßlose Übertreibungen des Vermieters hätten nun Konsequenzen. Wenn der Mieter zu viel gezahlt habe, könne er Geld vom Vermieter zurückverlangen.

dpa

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